Tourengruppe
Aktive
Tourenstatus
Durchgeführt
Datum
4.8.2017 - 6.8.2017 [Fr.-So.]
Anmeldung ab
23.06.2017
Anmeldeschluss
03.07.2017
TourenleiterIn
Raoul Baumann
Tourencode
H/B/WS+, II
Beschreibung

Anreise über Grenoble - Briançon - Ailefroide zum Refuge de Cézanne. Aufstieg 1 Tag zum Refuge des Ecrins. Übernachtung. Gipfeltag am Samstag, 5.8.
Abstieg auf der Aufstiegsroute.
Rückkehr ab Refuge de Cézanne am Sonntagvormittag

Achtung: da Tourenleiterwechsel kann es zu kleinen Änderungen im Ablauf kommen (besonders der Zustieg zur Hütte). :-)

Treffpunkt
Briançon nach Absprache
Zeitpunkt
09:00
Verkehrsmittel
PW
Reisekosten
Reisekosten und Übernachtung Refuge des Ecrins
Ausrüstung
Hochtourenausrüstung komplett
Unterkunft
Refuge des Ecrins
Unterk.Kosten
2 x 60 €
Kosten
Reisekosten & TN Beitrag

Barre des Écrins 4102 m und Dôme de Neige 4015, vom 04. – 06.08.2017

Autor
Raoul Baumann
Erstellt am
28.08.2017 6:39
Letzte Änderung
29.01.2018 8:33
Tourenbericht
Am Morgen des 04. Aug. begrüsst uns (Anna, Patrick, Pius und Erwin) der kompetente Tourenleiter Raoul Baumann bei perfektem Wetter am Bahnhof Bern. Statt mit der Bahn, beginnt nun eine ca. 5 stündige Autofahrt ins französische Ailefroide 1510 m (Nähe Briançon im Massif du Pelvoux), wo wir als Kompensation zur langen Anfahrt den Aufstieg beginnen. Bis zur Refuge du Glacier Blanc sind viele Berggänger im Auf- und Abstieg. Leider muss Anna, wegen einer vorangegangenen Grippe und Kräfteverlust, in diesem Refuge zurückbleiben. Auf gutem Bergweg und anschliessen auf dem grösstenteils schneebedeckten Glacier Blanc, wo sich einige Spalten verstecken, gehen wir vier weiter bis zur prallgefüllten Refuge des Écrins 3175 m. Die Hütte befindet sich an schönster Lage ca. 140 m über dem Gletscher. Am nächsten Morgen wecken uns um 02.45 Uhr die ersten Geräusche der übrigen Zimmergäste. Nach einem einfachen Frühstück geht es bei Top-Verhältnissen um 04.00 Uhr wieder 140 m runter auf den Glacier Blanc und anschl., bei einer Lichterschlange von geschätzten 100 Personen, zuerst ca. 1 Std. im flachen- und anschliessend steilen Aufstieg auf den Dôme de Neige 4015. Unterwegs müssen wir ca. 4 Spalte überqueren, welche mit zunehmender Jahreszeit immer heikler werden können. Vom Dôme de Neige geht es wieder runter zum Brèche Lory 3974 m, wo sich die Franzosen und Italiener ein amüsantes Seil-Auf und Ablaufen leisten. Pickel und Handschuhe rutschen unkontrolliert den Gletscher runter. Vom Brèche Lory steigen dann nur noch Raoul und Erwin, bei perfekten Übergang zum Fels, gesichert am Seil auf den Pic Lory 4088 m und nach nur 14 m Abstieg schliesslich auf den ersehnten Barre des Êcrins 4102 m. Nach einer verdienten Pause, Fotoshooting und schönster Sicht auf den Mont Blanc und die Walliser 4 Tausender von der Südseite, geht es wieder auf der gleichen Route retour. Dazwischen liegt noch eine Seillänge abseilen über den Gletscherschrund. Bei der horizontalen Durchquerung unter dem Gipfel zum Brèche Lory bestand die grösste Gefahr dieser Tour, dass oben auf dem Grat Personen Geröll lostreten konnten, das direkt durch die Flanke runter über die Aufstiegsspur stürzen konnte. Bei ziemlich weichem Schnee geht es wieder retour auf der gleichen Route ins Refuge du Glacier Blanc, wo wir uns alle wieder treffen und die 2. Nacht verbringen. Am nächsten Morgen weckt uns um 04.00 Uhr das laute Krähen des Hahns aus Raoul’s Handy. Um ca. 05.00 Uhr starten wir den Abstieg nach Ailefroide. Als wir um ca. 07.00 Uhr dort ankommen, fängt es gleich an zu regnen, wie von Meteo Blue vorausgesagt. Da müssen auch die Camper, die in den Freien neben dem Auto schlafen, ihre Sachen zusammenpacken. Bevor wir die Heimreisen antreten, verpflegen wir uns in einer nahen Bäckerei, bei der wir uns schon bei Tour-Beginn verköstigten. Nun steht noch die komplizierte Abrechnung bevor. Da hat Raoul neben einem Schläferstündchen noch genügend Zeit, die Kosten von 3 Personen in 2 Währungen auf 5 Personen zu verteilen. Glücklich und müde in Bern angekommen, bedanken wir uns bei Raoul für die wunderschöne und super organisierte Tour und dem kompetenten Fahrer Patrick. Der Verfasser: Erwin Vogel

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