Schlusstour Blüemlisalphütte / Wildi Frau

TourenleiterIn
Urban Wyser
Datum
5.10.2019-6.10.2019 [Sa-So]
Anmeldung ab
1.6.2019
Anmeldeschluss
20.9.2019
Tourencode
H/C/WS
Tourengruppe
Aktive, Sektion
Tourenstatus
Durchgeführt
Tourenwoche
BergführerIn

Tourendetails

Wir nutzen den Saisonschluss der Blüemlisalphütte für einen gemütlichen Hüttenabend und je nach Lust und Laune eine einfache Besteigung der Wilden Frau.

Am Sa Aufstieg ab Griesalp zur Hütte (1400 Hm), am So bei Bedarf Besteigung Wildi Frau (3274m, WS, 440 Hm) und Abstieg nach Kandersteg (1600 Hm ab Hütte; ggf ab Öschinensee mit Bähnli, dann nur 1200 Hm ab Hütte).
Bei schlechtem Herbstwetter (nass, kalt) Vorverschiebung der Tour um eine Woche möglich.

Billet lösen
bis Griesalp; retour ab Kandersteg
Treffpunkt
ca 09:00 Bhf Thun
Transportmittel
ÖV
Rückreise (geplant)
ca 18:00 Thun
Ausrüstung

Für Gipfel:
Ausrüstung für leichte Hochtouren

Nur für Hütte
Wanderausrüstung

Details folgen

Karten
LK Mürren 1248
Höhendifferenz
1400 Hm + 440 Hm
Verpflegung
Halbpension in Hütte; 2x Lunch aus Rucksack

Tourenbericht Schlusstour Blüemlisalp-Hütte mit Wildi Frau 3274m; 5./6. Oktober 2019

Eingefügt durch: Urban Wyser am 7.10.2019 09:58:57, letzte Änderung 7.10.2019 10:03:33

Schlusstour Blüemlisalp-Hütte mit Wildi Frau 3274m; 5./6. Oktober 2019

Teilnehmer: Verena Amstutz, Salome Oester, Adrian Schmid, Markus Müller, Anja Wyss.
Der Wetterbericht anfangs Woche sah nicht gerade vielversprechend aus fürs anstehende Wochenende in unserer Clubhütte; je nach Meteo-Anbieter waren bis Samstag bis zu 25cm Neuschnee ab 2200 angesagt, und das Wetter für Sa/So sehr durchzogen. Wer aber wettertechnisch nix wagt, der gewinnt sicherlich auch nichts. Aber die Teilnehmer-Zahl hat sich trotzdem von 10 auf 5 verringert.
So sind wir zu sechst frohen Mutes nach einem Stärkungs-Kaffee in der Griesalp ins Abenteuer gestartet. Bei der ersten Pause auf der Ob. Bundalp wurde dann sichtbar, dass der famose Hohtürli-Hang zwar weiss war, aber nicht gerade üppig dicht und nicht bis ganz so weit runter wie befürchtet. Erst ab etwa 2400 stiessen wir auf die ersten Schneeflecken auf dem Hüttenweg, und erst das Schlussstück rauf zum Hohtürli (ab 2500, inkl. der Treppen-Passage) präsentierte sich dann sehr winterlich mit Eiszapfen und eingeschneitem Weg. Der angekündigte Niederschlag bis am Mittag hielt sich ziemlich in Grenzen, am meisten Nass tropfte vom Felsband oberhalb vom Weg auf den Weg runter.
In der Blüemlisalp-Hütte war der Saison-Schlussputz bereits in vollem Gange; von den ursprünglich 75 Reservationen waren gerade noch 11 übrig geblieben. Heiztechnisch war der Winterraum für diese wenigen Gäste durchaus interessanter, daher wurden wir da einquartiert. Das Heizen durften wir dann selber übernehmen; bei spätem Lunch, Kaffee & Kuchen war’s dann aber noch nicht ganz so kuschelig warm.
Am Nachmittag wollte ich mir ein Bild von der Schneelage und den Verhältnissen oberhalb der Hütte machen. Das Wetter wurde je länger je besser, und so kamen meine 5 Schäfchen auch gleich mit. Der Spaziergang in hochwinterlicher Umgebung brachte dann sogar noch ein paar Sonnenstrahlen und blaue Flecken, was auch gleich fotografisch festgehalten wurde (wie üblich auf wettertechnisch zweifelhaften Touren sind die Schönwetter-Fotos überproportional vertreten…).
Nach feinem z’Nacht verlief der Abend im Winterraum unspektakulär, aber durchaus gesellig (nur wir 6 plus 2 weitere Damen) und mittlerweile eben doch schön kuschelig warm. Dank den braven Heiz-Knechten der Nacht war’s auch die ganze Nacht durch schön warm, so dass sogar einige vom oberen ins untere Kajutenlager wechseln mussten.
Die an sich kurze Tour (WS, III, 2:30h) und die tiefen Temperaturen erlaubten ein spätes z’Morge, so dass wir erst gegen 07:45 aufbrachen. Wetter: ganz ordeli, und so sollte es auch bleiben. Ein Wechsel von abgewehten Stellen und doch auch tiefem Pulverschnee brachte uns über 3 leichte Felsstufen zum Einstieg der Schlüsselstelle: kurz unterhalb vom Gipfel muss ein Felsriegel in 2 Seillängen bezwungen werden.
Es zeigte sich, dass in winterlichen Verhältnissen auch eine „einfache“ 3er-Kletterstelle durchaus seine Tücken haben kann (Schnee & Eis, schwere Schuhe, klamme Finger…). Beim Schlussstück zum Gipfel war der Schnee durchaus hilfreich und sicherlich angenehmer als der übliche Schotter.
Aufgrund des aufkommenden Windes und der tendenziellen wolkentechnischen Eintrübung fiel die Gipfelrast kurz aus. Der Abstieg ging sehr flott von statten, auch das 25m-Abseilen über den Felsriegel klappte im wahrsten Sinne des Wortes „wie am Schnürchen“. Der Rest bis zur Hütte war auch dank des Schnees sehr gut gehen, und so sassen wir schon bald im noch angenehm warmen Winterraum wiederum bei Lunch-Resten, Kaffee & Kuchen.
Unsere Tour war abgesehen von den winterlichen Verhältnissen nicht wahnsinnig lange; der Abstieg nach Kandersteg war aber noch lange genug, so dass dann doch alle 6 mit etwas müden Füssen, aber sehr zufrieden mit der vollbrachten Tour am Bahnhof ankamen.
Urbi Wyser, Tourenleiter

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