Tourengruppe
Senioren
Aktive
Tourenstatus
Durchgeführt
Datum
4.8.2022 - 7.8.2022 [Do.-So.]
Anmeldung ab
01.01.2022
Anmeldeschluss
01.07.2022
TourenleiterIn
Fritz Zbinden
Tourencode
W, Trek/B/T3
Beschreibung

1. Tag: Mit dem Zug auf den Oberalppass. Oberalppass-Bazolastock, 2740m--Tumasee-Maighelshütte.Ca. 4h. 930m aufwärts, 660m abwärts.
2. Tag: Maighelshütte- Maighelspass-Vermigelhütte. Ca. 2.5h. 300m aufwärts, 570m abwärts. Ev. Besuch des Gfallensees. Ca. 2.5h.
3. Tag: Vermigelhütte- Sellapass- Giubin-Gotthardpass. Ca. 4,5h. 820m aufwärts, 760m abwärts.
4. Tag. 5 Seentour Gotthardgebiet. Ca. 4,5h. je 620m aufwärts und abwärts. Heimreise.,

Treffpunkt
Thun Bahnhof
Verkehrsmittel
ÖV
Ausrüstung
Wanderausrüstung
Unterkunft
3 mal Massenlager mit HP
Unterk.Kosten
Ca. 250.-
Kosten
TN Beitrag 40.-

.4-7.August Gotthard

Autor
Fritz Zbinden
Erstellt am
21.08.2022 19:50
Letzte Änderung
21.08.2022 19:50
Tourenbericht
Tourenbericht der Senioren und Aktiven vom 4. – 8. August 2022 Trekking Gotthardgebiet Am ersten Tag, einem Donnerstag, starten wir früh morgens und fahren mit dem Zug auf den Oberalppass. Wir sind inkl. Tourenleiter Fritz Zbinden dreizehn, an den beiden letzten Tagen noch zwölf Personen. Nach einem Kaffee geht es gegen halb zehn Uhr an einem der heissesten Tage dieses Jahres zuerst 700 m steil hinauf auf den Pazolastock auf 2739 m, trotz Dunst ein schöner Aussichtspunkt. Nach der Mittagsrast folgen wir zuerst dem Grat und steigen dann steil über die Badushütte ab zum Tomasee (romanisch Lai da Tuma). Dieser gilt als Quelle des Vorderrheins und wird häufig besucht. Wir steigen weiter ab und auf der anderen Seite wieder hinauf bis zur Maighelshütte 2313 m, wo vor vier Uhr eintreffen. Die angekündigten Gewitter bleiben zu Glück aus und kommen erst in der Nacht. Hier haben wir in zwei Schlafräumen grosszügig Platz. Am Freitag starten wir kurz vor acht Uhr und steigen zuerst etwas ab und dann mit viel Distanz und wenig Höhenmetern auf den Pass Maighels 2420 m mit der Kantonsgrenze Graubünden - Uri. Die weiten, wenig genutzten Flächen fernab der Zivilisation erinnern uns an die nicht so weit entfernte Greinaebene. Steiler geht es dann hinab zur Vermigelhütte 2042 m, wo wir schon vor elf Uhr eintreffen. Wir deponieren unser Übernachtungsmaterial und steigen für die Mittagsrast auf einem wenig begangenen Weg zum Gafallensee auf 2497 m. Einige baden sogar im See und finden ihn nicht allzu kalt. Ich bevorzuge dann in der Hütte eine Dusche mit warmem Wasser. Um 14.30 Uhr sind wir wieder in der Hütte, gerade rechtzeitig, bevor der Regen einsetzt. Die modern eingerichtete Hütte ist in dieser Nacht ausgebucht. Die Bewartung erfolgt im Frondienst mit wechselnden Equipen durch die SAC-Sektion Zofingen. Das Amateurteam hat das aber sehr gut im Griff und serviert ein ausgezeichnetes Nachtessen. Am Samstagmorgen stehen wir im Nebel, der Regen hat aber aufgehört. Die Wetterprognose ist gut, der Nebel aber hartnäckig. Wir starten wieder gegen acht Uhr und steigen auf den Sellapass 2700 m, wo wir den Kanton Tessin betreten. Der fast mystische Aufstieg im Nebel geht zuerst über immer steiniger werdende Alpweiden und zuletzt durch grobes Geröll. Der Weg ist gut unterhalten und markiert. Trotz Nebel und starkem Nordwind steigen wir vom Pass zum Gipfel des Giübin auf 2776 m. Der Nebel wird vom Wind an die Nordseite getrieben, auf der Südseite ist nur leicht bewölkt. So entstehen immer wieder kurze Löcher im Nebel, so dass wir nach einiger Zeit stückweise ziemlich das ganze Panorama gesehen haben. Bei den ungemütlichen Verhältnissen bleiben wir nicht so lange und machen etwa 200 Höhenmeter unter dem Gipfel Mittagsrast. Anschliessend folgen wir nicht dem markierten Wanderweg, sondern dem Grat und besteigen auch noch den Posmeda 2616 m. Nachher geht es steil auf ausgewaschenen alten Militärstrassen und am Schluss auf Schwarzbelag auf den Gotthardpass. Um etwa halb drei Uhr tauchen wir in den Rummel eines Spitzenreisetages ein. Was für ein Gegensatz zu den einsamen Berglandschaften! Auf der vollen Terasse trinken wir etwas, bis dicker Nebel aufkommt und das Wetter mit viel Wind garstig wird. Das Massenlager hier ist nicht sehr gepflegt, wir sind aber die einzigen Gäste und haben reichlich Platz. Das Nachtessen nehmen wir à la carte mit vielen Hotelgästen ein. Am Sonntagmorgen ist der Nebel weg und der Himmel fast wolkenlos. Wir starten eine Rundwanderung an fünf Seen vorbei, wobei da die Seen auf dem Gotthardpass, der Lucendrostausee und etliche Tümpel nicht gezählt werden. Trotz Sonntag und Rummel auf der Passhöhe begegnen wir in der schönen Tessiner Bergwelt nur wenigen Leuten. Über dem Urnerland weiter unten liegt den ganzen Tag ein Nebelmeer und bei uns ist nur leicht bewölkt. Nach 620 m Auf- und Abstieg treffen wir um etwa halb zwei Uhr wieder auf dem Gotthardpass ein. Vor der Heimreise mit Postauto und Bahn reicht es noch einmal für ein Getränk auf der Terrasse. Vielen Dank an Fritz Zbinden und allen, die mitgekommen sind, für die gute Tour und das angenehme Zusammensein! Thomas Rüdiger, Landquart

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