Viel begangene Skitour im Reichenbachtal mit schöner Aussicht.
Plan B - Skitour am Grindelgrat
Ursprünglich war für den Samstag eine gemütliche Tour auf den Wildgärst geplant. Aufgrund der Wetter- und Schneesituation wurde kurzerhand umdisponiert und die Tour auf Sonntag mit besserendem Wetter verschoben. Stattdessen fiel die Wahl auf den Grindelgrat ab der Schwarzwaldalp – eine Entscheidung, die sich noch lohnen sollte.
Die Anfahrt erforderte ab dem Gasthaus Zwirgi auf rund 1000m wegen des Schnees Schneeketten. Dabei stellte sich heraus, dass eines der Fahrzeuge zu kleine Ketten dabeihatte. Diese lösten sich nach kurzer Zeit wieder, und nach zwei Versuchen, das Problem zu beheben, blieb nichts anderes übrig, als das Auto an einem kleinen Parkplatz etwas oberhalb des Gasthauses stehen zu lassen. Zu fünft wurde es im verbleibenden Fahrzeug zwar etwas eng, aber die Weiterfahrt zur Schwarzwaldalp gelang dann problemlos.
Von der Schwarzwaldalp aus gelang der Aufstieg Richtung Grindelgrat ohne zwischenfälle und entpuppte sich dann als wahrer Genuss. Das Wetter besserte sich rasch, und der letzte Abschnitt fand bei strahlendem Sonnenschein statt – umgeben von eindrücklichen Nebelschwaden, die durch die umliegenden Hänge und Gipfel zogen.
Am Grat angekommen, folgte nach dem Abfellen die ersehnte Abfahrt. Los ging es südwärts entlang der Aufstiegsspur zur Alp Grindel. Auf Höhe „Bir Fäldmüür“ entstand spontan die Idee, auf einen namenlosen Hang rechts des „Schottenraina“ auszuweichen. Eine Entscheidung, die mit herrlichem Pulverschnee belohnt wurde. Etwas weiter unten, nach einem kurzen Snack in der Nähe der Brockhütte, ging es über die letzten Meter im bereits aufgeweichten Schnee zurück zum Auto. Unterwegs wurde noch das zuvor abgestellte Fahrzeug eingesammelt. Mit weiterem Hunger durfte dann im Restaurant Kaltenbrunnen ein wohlverdientes Haussandwich nicht fehlen.
Doch der Tag war noch nicht ganz zu Ende: Auf der Rückfahrt sorgte ein steckengebliebenes Fahrzeug in einer Kurve für eine unerwartete Zusatzaufgabe. Aufgrund der ausgefahrenen Spurrillen war ein Ausweichen kaum möglich. Kurzerhand wurden mit Schaufel und Bodenmatten die Rillen aufgefüllt und eine Umfahrung ermöglicht – Teamwork auch abseits der Tour.
Ein Tag voller kleiner Abenteuer – auf der Strasse wie im Schnee.
Ein grosses Dankeschön an Beni Flühmann für die tolle Alternative und den gelungenen Tag!
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