Die Eisheiligen wollten sich dieses Jahr wieder mal voll in Szene setzen.
Trotzdem fanden sich 10 wanderfreudige ein und hofften auf schöne erlebnisreiche Tage.
Amersten Tag starteten wir in Les Brenets bei leichtem Regen. Nach einer halben Stunde konnten wir die Regenkleider versorgen, zwischendurch zeigte sich sogar die Sonne. Die Sautes du Doubs sind dank dem vielen Wasser sehr eindrücklich, aber auch das satte Frühlingsgrün der Wälder war erfrischend. Nach dem Pick Nick am Flussufer und bei Sonnenschein ging es weiter den steilen, vielfältig geformten Kalksteinfelsen entlang, bevor wir steil nach Les Planchettes stiegen. Gerade rechtzeitig erreichten wir den einzigen und letzten Bus des Nachmittags. Mit vielen Eindrücken brachte uns die Jurabahn zum Jura Resort in Saignelegier. Eine empfehlenswerte Unterkunft mit gutem Essen.
Der zweite Tag zeigte sich wolkenverhangen, doch auch heute zeigte sich Petrus gnädig und bescherte uns nur eine halbe Stunde mit leichtem Rege. Eine kürzere Phase mit stärkerem Regen verbrachten wir beim Mittagskaffee im Restaurant.
Wir fuhren heute mit dem Zug nach Combe de Tabaiillon wo die Jurabahn eine Spitzkehre vollführt. Dem Bach entlang aufwärts wanderten wir durch eine sattgrüne Vegetation. Seit dem 16. Jahrhundert wurde der Bach intensiv genutzt um Mühlen und Sägereien zu betreiben. Heute ist davon nur noch ein grosses Wasserrad und ein Gebäude zu sehen. Um den Weiterbetrieb der Anlagen während der Trockenzeit zu ermöglichen, wurden mittels Dämmen mehrere kleine Seen als Wasserreseven gestaut. Heute sind das sehr schöne Naturreservate.
Nach zwei Stunden erreichten wir die Hochebene mit den typischen Juraweiden und den schönen kräftigenTannen. Zufrieden trafen wir bei unserer bekannten Unterkunft ein und freuten uns auf das leckere Abendessen.
Trotz der recht guten Wettervorhersage für Samstag sah es am morgen anders aus. Es schneite wie im tiefsten Winter. Gemäss Regenradar sollte der Spuk aber um 11 Uhr vorbei sein. Das würde ja sehr gut für unsere geplante Wanderung passen. Mit Bahn und Bus erreichten wir kurz vor 11 Uhr den Ausgangspunkt: Biaufond Douane. Tatsächlich hatte der Niederschlag aufgehört und wir kamen ohne Regen durch den Tag. Ein Seitenarm des Doubs mit einem wenig tiefen See ermöglicht eine vielfältige Vegetation unter anderem mit wilden Schwertlilien. Ein schön angelegter Weg mit vielen Brücken und Stiegen führt die Schlucht hinauf. Der Wald ist urwaldähnlich mit viel totem Holz und moosüberwachsenen Baumgerippen. Die Einheimischen nennen die Schlucht auch Gorge des morts. Zuletzt geht der Aufstieg über
6 steile stabile Metallleitern. Alle habe diesen Aufstieg bravourös ohne Hilfsmittel gemeistert. Wir sind der Meinung, dass diese Schlucht die eindrücklichste, schönste und wildeste im Jura ist Nach dem Pick Nick ging es weiter zu unserem Endziel: Les Bois. Unterwegs wurden wir beim Maisonn Rouge von den vielen Pferden begrüsst.
Ich danke den 10 gut gelaunten Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Mitwandern während diesen drei eindrücklichen Tagen. Alle haben bei den kurzfristig, wetterbedingten Planungsänderungen spontan und motiviert mitgemacht. Es war wunderschön mit euch. Herzlichen Dank an Alle!
Fritz

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