Bericht zur Tour
Autor
Peter Zurbrügg
Erstellt am
24.01.2026 13:24
Letzte Änderung
24.01.2026 13:24
Tourenbericht

Wir haben alle die Sonnenbrille eingepackt.. von Thun bis kurz vor Aarberg ein verheissungsvoller Tag mit Sonnenschein. Das war dann wohl nichts als wir in Aarberg Bifang ankamen: Nebel, kalt und mit Rauhreif behangene Bäume. Den Startkaffee im Mc Café 0fferierte und Ruth zu ihrem 80. Geburtstag. Nochmal herzlichen Dank.
Auf der Via Berna bzw. Hugenottenweg gings dann ins Naturschutzgebiet, das uns wie ein Dschungel in Weiss fast mystisch empfing und verschluckte. Der Alten Aare nach mit schmalen und breiteren Wegen, die sich durch die Bäume schlängeln, bewegte sich unser 9er Grüppchen in Richtung Lyss. Waldpflege wird hier schon lang nicht mehr gemacht. Alles liegt kreuz und quer, mit Moos bedeckt oder unter Laub versteckt. Stämme liegen bis und über die alte Aare, für unseren Wasserinspektor a.D. eher ein kleines Desaster… An der faszinierenden, wilden, märchenhaften Auenlandschaft mit Wasserläufen (Giessen) und kleinen Seen, feucht, kühl, erdig, erfreuten wir uns aber allemal.
Pause und Essensrast beim Kynologischen Vereinshaus: Peter erzählte uns derweilen vom Hugenottenweg, auf dem wir ja wandelten: Ein Fluchtweg für die Vertriebenen und Verfolgten, die wegen ihrer Konfession nach Widerruf des Edikts von Nantes 1685 durch Ludwig XIV um ihr Leben bangten. Geschichtlich belegt, ereignete sich am 5. September 1687 ein verheerendes Schiffsunglück zwischen Aarberg und Lyss. 111 von 137 Hugenotten ertranken. Die Aare war damals zeitweise ein gefährlicher wilder Fluss bevor die Juragewässerkorrektion im 19. Jahrhundert ihren Verlauf veränderte.
Christoff, Fachmann für Strassen- Brücken- und Wasserbau kennt sich dank seiner beruflichen Tätigkeit in dieser Region bestens aus. Auf der ganzen Wegstrecke weiss er interessantes zu erzählen. Danke Christoff.
Nach dem Mittagsrast wanderten wir noch eine kurze Strecke durch den Wald, anschliessend der Strasse entlang zum Bahnhof Lyss. Da war «Käffchen und Kuchen» in der Bäckerei Burkhard sehr willkommen bevor wir wieder mit dem Zug abreisten.
Vielen Dank an Peter Zurbrügg für die Wanderleitung.
Susanne Maurer