Tourenbericht aus der Sicht eines Rookies:
Auf dem Weg zum ersten 4000er
Am 18.07.2025 sollte es soweit sein, für mich die erste Sektionstour und dann gleich auch den ersten 4000er als Ziel, Tagestour auf das Allalinhorn. Nach anfänglichen Schwierigkeiten die richtige Gruppe von Bergsteigern am Thuner Bahnhof an einem sonnigen Freitagmorgen um 6:20 Uhr zu finden, traf ich dann auf Christoph, Christof, Volker und unseren Tourenleiter Nicolas. Auf ging‘s nach Saas-Fee. Auf dem Weg dorthin sammelten wir noch Erich und Nelly auf und standen gegen 8:30 Uhr am Mittelallalin.
Aus dem Tunnel traten wir hinaus in die Gletscherwelt, die das Allalinhorn zu bieten hat. Die Freude, aber auch Aufregung war groß. Wird es mit der Höhe klappen, habe ich alles dabei, kann ich mich noch an den Knoten zum Anseilen erinnern, wenn es soweit ist und wie wird sich das Wetter entwickeln… Fragen über Fragen, aber Nicolas strahlte Zuversicht aus, war entspannt und nahm damit den größten Teil der Anspannung einfach raus. Überhaupt war er während der ganzen Tour, in allen Situationen, sehr entspannt, auch wenn er zum dritten Mal gefragt wurde, wie das mit der Seilverkürzung funktioniert.
Nachdem wir Ausrüstung geprüft und die G’stältli angelegt hatten, gingen wir über die Skipiste hin zum Anseilplatz kurz vor dem Gletscher. Der Einstieg war nicht zu verfehlen, da die Perlenkette von Bergsteigern den Weg gut markierte. Wir waren nicht die einzigen, die sich bei besten Bedingungen auf diese Tour begaben. Wir legten in aller Ruhe die Steigeisen an und bildeten zwei Seilschaften, Nicolas und Christof übernahmen die Seilschaftsführung.
Der Aufstieg war mit herrlichen Aussichten gespickt, wenn es mal wieder hieß anzustehen, weil es in den Seilschaften vor uns ein wenig stockte. Nach einer kurzen Pause am Joch, ging es in die letzten 200 Hm. Mehrspurig ging es über den oberen Teil des Gletschers und auch das letzte Stück Fels zum Gipfel bot mehrere Varianten und nach knapp 2 Stunden standen wir am Gipfel an. Aber das war vollkommen nebensächlich, da die Aussicht spektakulär war, vom Mont Blanc bis zum Piz Bernina hatten wir Sicht auf die Alpen – grandios! Mit dem obligatorischen Gipfelfoto - ohne Bild ist es nicht passiert – suchten wir uns einen Pausenplatz in Gipfelnähe. Bei Vesper und bester Aussicht gab Nicolas uns Empfehlungen für nächsten Touren. Ich bin mir sicher ich spreche im Sinne aller Teilnehmer – das war erst der Anfang – we’re hooked! Der nächste Gipfel ist sicherlich immer in Sicht.
Alles hat ein Ende, und so wurde es Zeit für den Abstieg. Der Schnee war schon merklich weicher, aber problemlos kamen wir wieder am Mittelallalin an – reich an schönen Impressionen von einer sehr schönen Tagestour. Vor der Heimfahrt nach Thun machten wir noch Tourauswertung bei Speis und Trank. Fazit: Danke Nicolas für die großartige Tour!

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